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pRecapture die persönliche Rückeroberung

Der geordnete Rückzug aus dem Kapitalismus bringt die Freiheit zurück

Gedanken, Ideen, Meinungen
 

Alternativen: System der Auswanderer Seite 3

Um das System der Auswanderer besser verstehen zu können gehe ich schrittweise vor. Zuerst beschreibe ich es so als wenn man auf einen neu zu besiedelnden Planeten das System installieren würde. Das klammert zuerst einmal die bekannten Störfaktoren aus, die uns zur Zeit im Weg stehen könnten. Danach beschreibe ich wie man die gleichen Prinzipien heute schon in das bestehende System als paralleles System integrieren kann. Ich versuche dabei eine allgemeinverständliche Sprache zu verwenden und Beispiele zur Veranschaulichung. Fragen dürfen natürlich jederzeit am besten unten am Ende der Seite in dem Eingabefeld gestellt werden. Natürlich kann man mich auch per e-Mail anschreiben, falls die Fragen nicht veröffentlicht werden sollen.

Das Szenario

Stellen wir uns also vor, wie Menschen von der Erde auf diesen neuen Planeten kommen. Der Planet den die Menschen vorfinden ist der Erde sehr ähnlich. Es sieht hier etwa so aus, wie die Erde vor 10.000 Jahren. Es gibt hier alles was Menschen benötigen um überleben zu können. Natur, Tiere Wasser, Rohstoffe - alles ist vorhanden aber noch völlig von menschlichem Zugriff unberührt. Andere Menschen gibt es auf dem Planeten nicht. Die Siedler sind also vollkommen unter sich.

Sagen wir einmal das es etwa 1000 Menschen auf diesen unberührten Planeten geschafft haben. Sie kamen mit einem Raumschiff - was beweist, das sie ein intelligentes hoch techisiertes Volk sind, die auf der Erde bereits erfahren haben, was dort alles nicht richtig lief und was auf der Erde zu großen Problemen geführt hat. Diese Probleme wollen sie auf dem neuen Planeten unbedingt verhindern. Auch haben sie das gesamte Wissen mitgebracht, das sie auf der Erde bereits erworben haben. Sie müssen also das Rad nicht neu erfinden um auf dem neuen Planeten fahren zu können.

Direkt nach Ihrer Ankunft auf dem Planeten setzen sie sich an dem Strand an dem sie angekommen sind hin und beraten, was sie jetzt anstellen wollen um auf dem neuen Planeten zu leben. Natürlich wissen Sie, das sie als zivilisierte Menschen so etwas wie Gesetzte und auch eine Verfassung benötigen.

Die Verfassung

Also fangen sie gleich an über eine Verfassung zu beraten, nach der sie leben wollen. Die Verfassung soll erst einmal sicher stellen, das nicht einige vorpreschen können um sich Vorteile gegenüber anderen aus der Gruppe zu verschaffen. Niemand darf sich sogenannte Clames auf die Rohstoffe und auf Nahrung abstecken.

Dazu nehmen sie sich die Verfassungen einiger Länder der alten Erde und vergleichen sie. Alle Verfassungen sind so ausgelegt, das sie ein gerechtes Zusammenleben zwischen den Menschen garantieren sollen. Man müsste sie nur konsequent anwenden. Sie merken, das man eigentlich fast jede Verfassung als Grundlage nehmen könnte. Das zeugt davon, das auf der Erde bereits der Wille da war vernünftig miteinander umzugehen.

Sie stellen aber auch einige kleine aber wesentliche Unterschiede fest. So haben die meisten Verfassungen einen Passus, das alles zum Wohle des Volkes getan werden muss. Bei der Deutschen Verfassung ist das aber etwas anders. Hier geht es um das Wohl der einzelnen Person. Der Staat ist verpflichtet die Würde und die Unversehrtheit jeder Person zu schützen. Erst danach kommt das Wohlergehen des Volkes.

Hier entsteht also gleich die erste Frage. Ist das Wohl des Volkes das wichtigste oder das Wohl des Individuums.

Meines Erachtens ist das Wohl des Volkes dem Wohl der einzelnen Person unterzuordnen. Dadurch vermeidet man wirkungsvoll, das bestimmte Menschen oder Menschengruppen die das Wohl des Volkes in Frage stellen zum Störfaktor werden und beseitigt werden müssen. Es darf nie wieder vorkommen, das Personen verfolgt werden können, nur weil sie dem Volk nicht zum Nutzen sind.

Die ersten Bedürfnisse

Inzwischen ist die Gruppe schon einige Stunden auf dem Planeten und der erste Hunger meldet sich an. Es stellt sich die Frage was man unternehmen sollte um diesen Hunger zu stillen.

Einige meinen das es jedem selbst überlassen ist wie er an Nahrung kommt. Das würde aber bedeuten, das jetzt jeder los rennen muss um Nahrung zu besorgen. Aus der Erfahrung der Anwesenden heraus wussten sie, das eine Arbeitsteilung für das Problem wahrscheinlich die  beste Lösung ist.

Also sollte nur eine kleinere Gruppe los ziehen um Nahrung zu besorgen,  während die anderen weiter an der Verfassung arbeiten.

Zuerst legte die Gemeinschaft fest, wie viel Nahrung für die erste Zeit benötigt wird. Dann wurde gefragt, wer die Nahrung besorgen möchte. Natürlich wollten alle da bleiben und an der Verfassung weiter arbeiten. Niemand sah ein, das ausgerechnet er jetzt losziehen solle.

Unbeliebte Arbeit wird belohnt damit sie jemand erledigt

Da kam ein kluger Mitstreiter auf die Idee, man solle doch eine Belohnung für diejenigen ausschreiben, die jetzt losziehen und Nahrung besorgen. Prinzipiell eine gute Idee meinten die meisten - aber womit kann man jemanden belohnen, wenn man nichts wertvolles hat? Geld hatten sie von der Erde nicht mitgebracht und man könnte damit hier ja auch nichts kaufen. Gold und Schmuck gab es auch nicht.

Aber man konnte versprechen das wenn man etwas länger auf dem Planeten ist und wenn man Werte geschaffen hat, das die Nahrungsbeschaffer dann eine Belohnung bekommen.

Dimensionsloses Geld als Belohnung für Arbeit

Man schrieb für jeden einen Zettel auf dem geschrieben stand, das er 10 "X" als Belohnung bekommt. Für diese 10 "X" könne er sich dann von den später zu schaffenden Luxusgütern etwas aussuchen, das den Wert von 10 "X" hat.

Prinzipiell hat man so eine Währung geschaffen, die "X" heißt. Diese Währung hat einen grundlegenden Unterschied zu der Währung, die sie von der Erde kannten. Auf der Erde entstand Geld ausschließlich durch eine Schuld, die verzinst werden musste. Das geld für die Zinsen wurde aber mit mit geschaffen, sodass nach kurzer Zeit ein Defizit entstand, das nur durch Wachstum der Wirtschaft ausgeglichen werden konnte.

Das neue Geld hingegen ist ein Leistungsversprechen in die Zukunft, das man beliebig gegen Wahre einlösen kann. Das Geld entsteht immer dann wenn eine Leistung vollbracht wurde. Es ist auch nicht Zins behaftet.

Das erste Beispiel zur Entstehung von Geld

In diesem Fall gehen also einige Leute Aufgrund des Leistungsversprechens los und besorgen Nahrung. Das natürlich ohne jedes Hilfsmittel, weil es außer ihren Händen keine Produktionsmittel gibt. So brachten die Leute eine Menge Früchte und etwas Wasser in Kokosnuss Schalen mit. Aufgrund des Versprechens schrieb man für jeden einen Zettel das er diesen später gegen etwas anderes eintauschen kann.

Geld war entstanden das nicht mit einem Zins behaftet ist. Wenn man das Geld gegen Luxus einlöst verliert der Zettel seinen Wert und wird zerrissen.

Eine sehr schöne Beschreibung wie Geld im alten System entstanden ist findet man hier: http://the-babyshambler.com/2011/10/30/geld-und-geldschopfung/

Die bedingungslose Grundversorgung

Die herangeschafften Nahrungsmittel wurden an alle verteilt, bis das jeder satt war. Auch das unterscheidet sich von der Vorgehensweise auf der Erde. Nahrungsmittel mussten entweder selbst angebaut werden oder man kaufte sie von anderen.

Den Unterschied fanden alle gut und überlegten ob das auf dem neuen Planeten nicht immer so sein könnte. Nahrung braucht doch jeder und dessen Beschaffung oder die Beschaffung von Geld um die Nahrungsmittel zu bezahlen störte doch eigentlich nur.

So war die Idee der bedingungslosen Grundversorgung erfunden. (Auf der Erde hat man dieses Prinzip auch schon erkannt - es konnte aber nicht durchgesetzt werden, weil man hier versucht hatte die Grundversorgung mit Geld zu regeln anstatt mit der direkten Versorgung mit Gütern).

Zur bedingungslosen Grundversorgung sollten auch Dinge gehören - wie zum Beispiel Wohnung, Energie und kulturelle Teilhabe. Also alles was man benötigt um praktikabel zu leben ohne in Not zu geraten, falls man aus bestimmten Gründen nicht arbeitet oder nicht arbeiten kann.

Aber wo sollten denn diese Dinge für die Grundversorgung her kommen kam als Frage auf. Die Antwort ist "genau wie die Früchte vorhin hier her gekommen sind". Die Gemeinschaft bestimmt einen Bedarf, der ausgeschrieben wird und diejenigen, die den Bedarf befriedigen, bekommen einen Zettel mit einer bestimmten Anzahl "X" drauf. Diese können dann gegen Luxusartikel die noch zu produzieren sind eingetauscht werden.

Der Wert von Arbeit muss ermittelt werden

So weit so gut - aber wer bestimmt denn wie viele "X" es für eine bestimmte Leitung gibt? So der Einwand eines der Siedler.

Ganz einfach meinte jemand "lass es uns doch so machen wie bei eBay"! Wir definieren eine Anforderung und erhöhen dann die Anzahl der "X" so lange, bis sich jemand findet, der diese Anforderung erfüllen möchte. So erhalten wir immer den günstigsten Preis um eine Anforderung zu erfüllen ohne das wir jemanden zwingen müssen die Anforderung zu erledigen. Die am wenigsten beliebten Anforderungen werden teuer und die Anforderungen die jeder gerne erledigt werden preiswert. Auf der Erde war das meist genau umgekehrt und extrem ungerecht. Möglich war es weil die Grundversorgung fehlte und die Menschen aus Not gezwungen werden konnten.

Überprüfung der Qualität

Das gefiel allen auf Anhieb aber gleich meldete sich jemand zu Wort und meinte "wie stellen wir denn fest ob die Anforderung denn auch wirklich erfüllt wurde und unseren Qualitätsansprüchen entspricht". "Es kann doch nicht jeder Brot backen und überhaupt - wer weiß was der jenige dann in das Brot hinein mischt was wir essen sollen".

Wir benötigen also so etwas wie eine Qualitätssicherung, die feststellt ob das Brot das wir erhalten unseren Ansprüchen entspricht. Da kann doch jeder panschen wie er will und uns Dreck liefern gegen unsere guten "X".

Gewaltentrennung für Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung übernimmt eine eigens dafür geschaffene Gewalt in der Gemeinschaft. Diese Gewalt muss unabhängig sein und verfügt auch über die Macht bestimmte Anbieter von der Auftragsübernahme aus der Ausschreibung auszuschließen. Über ihre Entscheidungen müssen sie gegenüber der Gemeinschaft Rechenschaft ablegen. Ausschlüsse dürfen ausschließlich aufgrund mangelnder Qualität ausgesprochen werden. Wer einen Auftrag ausführt darf keine Rolle spielen. Das Ergebnis zählt.

Wir stellen alle Produktionsmittel kostenlos zur Verfügung

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach so meinte einer. Wir geben dem Bäcker einfach alles was er für die Produktion des Brotes benötigt - und er leistet nur das backen. Nur dafür bekommt er seine "X". Hmm - er bekommt von uns also das Mehl und das Wasser und er backt dann. Das würde ja auch bedeuten, das der Bäcker keinen Kredit benötigt um die Zutaten zu finanzieren! Warum geben wir ihm nicht gleich auch den Backofen und die Bäckerei-Räume, damit er das Brot für uns backen kann?

Diese Idee ist genial und führt ebenfalls dazu, das auch diese Dinge nicht durch den Bäcker finanziert werden müssen.

Das erzeugen von Produktionsmitteln wird mit "X" belohnt.

Daraus leiten wir einen Grundsatz ab.

Alle Dinge die jemand benötigt um für die Gemeinschaft tätig zu werden bekommt derjenige von der Gemeinschaft kostenlos zur Verfügung gestellt. Für seine Leistung erhält er nur so viele "X" wie er bei der Ausschreibung ausgehandelt hat. Die erzeugte Leistung gehört dann der Gemeinschaft. Das gleiche gilt für die Aufgaben die ein Staat hat um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten und neue zu schaffen. Der Staat schreibt diese aus und derjenige der die Aufgabe ausführt bekommt "X" dafür.

Welche Vorteile ergeben sich durch diesen Grundsatz

  • Keine Zinskosten für Investitionsgüter
  • nahezu 100%tige Auslastung von Produktionsmitteln (Genossenschaftsgedanke)
  • optimale Instandhaltung von Produktionsmitteln
  • immer neueste Technik für alle Produzenten möglich
  • Risikofreiheit für Produzenten (Risiko nur für zu leistende Arbeitszeit)
  • Konkurs von Produzenten unmöglich

Ein etwas komplexeres Beispiel

Die Gemeinschaft möchte gerne Kaffee trinken. Dazu werden Kaffeebohnen, eine Rösterei und eine Kaffeemaschine benötigt.

Also stellt die Gemeinschaft eine Anforderung Kaffeebohnen anzupflanzen. Hierzu stellt die Gemeinschaft ein Stück Land zur Verfügung und den Samen um den Kaffee anzupflanzen. Die Anforderung ist den Kaffee einzupflanzen, die Pflanzen zu Pflegen  und die Bohnen zu ernten.

Für eine Tonne Kaffeebohnen bietet die Gemeinschaft anfangs 20 "X", was den Kaffeebauern natürlich zu wenig ist. Dann erhöht die Gemeinschaft die Anzahl der "X" so lange, bis einer der Kaffeebauern den Zuschlag macht. Hier haben wir Kapitalismus Pur! Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Niemand ist gezwungen zu Dumpinglöhnen zu arbeiten. Die Grundversorgung ist ja bedingungslos gesichert. Jeder erfüllt Anforderungen weil er es möchte und weil er es für sinnvoll hält - und nicht zuletzt, weil er sich Luxus für seine erworbenen "X" gönnen möchte.

Nachdem die Kaffeebohnen geerntet sind müssen diese noch geröstet werden, damit man sie mahlen und trinken kann. Die Gemeinschaft definiert also eine weitere Anforderung an einen Kaffeeröster. Auch ihm stellt man eine Kaffeerösterei zur Verfügung mit der er seinen Gemeinschaftsdienst erledigen kann. Der Röster gibt den Kaffee an die Gemeinschaft zurück und bekommt seine "X" dafür.

Nun muss der Kaffee noch zubereitet werden. Dies muss auch als Anforderung formuliert werden. Diesmal ist es aber so, das sich jemand bereit erklärt den Kaffee kostenlos zuzubereiten, weil der Kaffee bei einem Gemeindefest verköstigt werden soll. Es werden also keine "X" für den Dienst ausgemacht. Es wurde eine ehrenamtliche Arbeit geleistet. Das soll wie auf der Erde auch noch möglich sein.

Leistungsfähige Produktionsmittel durch Automation

Wenn so viel Kaffee gekocht werden soll ist es nicht mehr so toll, wenn man das per Hand mit Filter und Kanne machen will. Eine professionelle Kaffeemaschine hat die Gemeinschaft aber nicht und kann sie nicht zur Verfügung stellen.

Es bleibt also nur der Weg eine Kaffeemaschine produzieren zu lassen. Dies geschieht natürlich in mehreren Schritten. Zuerst benötigt man einen Konstruktionsplan und danach jemanden der die Kaffeemaschine produziert.

Nachhaltiges handeln

Die Anforderung der Gemeinschaft ist also eine Kaffeemaschine zu konstruieren, die den besten Kaffee der Welt machen kann und die ewig hält. Es ist eine besonders nachhaltige Konstruktionsweise gefragt.

Dazu werden alle klugen Köpfe der Gemeinschaft zusammen getrommelt um zu beraten, wie man so eine Kaffeemaschine denn konstruieren könnte. Die Kaffeemaschine nimmt nach und nach Gestalt an und wird als Konstruktionsplan zu Papier gebracht. Diese Konstruktions-Leistung der klugen Köpfe kann als Anforderung ausgehandelt werden oder man betrachtet die Konstruktionsweise als Allgemeingut.

Open Source oder bezahltes Know How?

Hier also eine weitere Frage, die geklärt werden muss. Macht man wichtiges Wissen generell zum "open Source" oder bezahlt man kluge Köpfe die sich daran beteiligen mit entsprechend vielen "X".

Weil Erfindungen aber immer ergebnisoffen sind und man nie weiß wie lange die Arbeiten dauern werden und wie hoch der Aufwand werden wird, kann man die verbrachte Zeit stundenweise mit "X" abgelten.

Wichtig ist dabei möglicherweise die Frage ob Allgemeingut bei der Erfindung entsteht oder ein Luxusgut, das gegen "X" gehandelt werden kann. Ich denke es geht beides... aber open Source kann tendenziell eher Allgemeingut hervor bringen.

Nach Erfüllung der Konstruktionsanforderung hat man auf jeden Fall einen Konstruktionsplan für eine Kaffeemaschine, der alle ökonomischen und ökologischen Anforderungen nach bestem Wissen und Gewissen optimal erfüllt. Ramschprodukte sollen durch diese Vorgehensweise vermieden werden.

Als letztes kommt die Anforderung an einen Produzenten, der diese Kaffeemaschine in einer größeren Stückzahl produziert. Die Materialien und die Produktionsmittel bekommt er nach alter Manier gestellt. Er bekommt seine "X" für die reine Arbeit die bei der Produktion anfällt.

Produktionshelfer werden vom Produzenten bezahlt

Der Produzent benötigt für die Produktion allerdings Fachkräfte, weil er nicht alle Aufgaben alleine erfüllen kann. Diese Fachkräfte muss er selbst ordern und stellt ebenfalls eine Anforderung für Fachkräfte an die Gemeinschaft. Einige der Menschen aus der Gemeinschaft erklären sich bereit diese Anforderung gegen eine bestimmte Anzahl "X" zu erledigen. Diese "X" werden allerdings nicht von der Gemeinschaft erzeugt sondern der Produzent muss die zur Bezahlung der Produktionshelfer benötigten "X" von seinen "X" abgeben. Idealerweise geschieht das in gleichberechtigten Produktionsgemeinschaften, die sich den Gewinn an "X" teilen. Das unternehmerische Risiko existiert ja durch die Bereitstellung der Produktionsmittel nicht. Deswegen darf sich einer nicht das größte Stück vom Kuchen abschneiden.

Die "X" werden dann fällig, wenn die Leistung erbracht wurde. Das kann auch bereits nach einer Teillieferung an die Gemeinschaft der Fall sein, falls die Produktion und die Lieferung über längere Zeit läuft. Das Risiko des Totalausfalls wird von allen an der Produktion beteiligten gleichermaßen getragen. Ein Totalausfall kann entstehen, wenn die gelieferte Qualität nicht akzeptabel ist. Die Kaffeemaschinen in diesem Fall würden dann von den selben oder von anderen Produzenten nachgebessert, sofern das sinnvoll erscheint. Andernfalls werden die eingesetzten Rohstoffe recycled. Ob die Produzenten dann ausgeschlossen werden liegt im Ermessen der Gemeinschaft.

Anhäufung von Vermögen

Die verdienten "X" können beliebig gesammelt und zu unproduktiven Zeiten aufgebraucht werden. Am Ende des Lebens werden alle übrig gebliebenen "X" einer Person ersatzlos gelöscht.

Vorsorge für Nachkommen oder Hinterbliebene

Die Notwendigkeit der Vorsorge für Nachkommen oder Hinterbliebene erübrigt sich weitgehend, dadurch das das System beste Voraussetzungen schafft für sich selbst zu sorgen. Außerdem ist die bedingungslose Grundversorgung ebenfalls garantiert.

"X" sind immer fest an die Person gebunden

"X" dürfen nicht ohne Leistungserbringung den Besitzer wechseln - auch nicht auf Verwandte oder Bekannte. Es muss immer eine öffentliche Ausschreibung für Anforderungen gemacht werden und eine Preisauktion für die Auftragserteilung stattfinden. Nach Qualitätskontrolle der Erledigung der Aufgabe wird der Übertrag der "X" auf den ausführenden der Aufgabe durchgeführt.

Die Verwaltung der "X" übernimmt eine eigens dafür geschaffene Infrastruktur ( Bank mit computergestütztem Auktionsprinzip ).

Der einzige Weg einer anderen Person oder Personengruppe etwas zukommen zu lassen besteht in der Schenkung von Dingen, die man selbst in Besitz gebracht hat.

Scheingeschäfte zur Übertragung von "X" an andere sind durch die Qualitätskontrolle unmöglich. Illegaler Reichtum durch verdecktes erpresserisches handeln ist ebenfalls ausgeschlossen

Betrugsversuche

Weil alle Transaktionen nachvollziehbar sind können Betrugsfälle verlustfrei rückgängig gemacht werden. Über Betrugsfälle entscheidet ein Gericht. Wird ein Betrugsfall festgestellt werden alle zugehörigen Transaktionen von "X" einfach rückgängig gemacht. (Wiedergutmachung anstatt Bestrafung). Bei der Wiedergutmachung können negative Werte für "X" auf dem Konto entstehen. Andere Gründe für einen negativen Wert darf es nicht geben.

Copyright und geistiges Eigentum

Als die Kaffeemaschine konstruiert wurde hat die Gemeinschaft eine Anforderung gestellt, die entweder über "Open Source" oder durch Bezahlung erledigt wurde. Davon Abweichend könnte natürlich auch ein genialer Kopf eine eigene Idee haben, wie man die Kaffeemaschine noch besser konstruieren könnte. Diese Idee hat er basierend auf Allgemeinwissen und auf eigenen Ideen hervorgebracht. Auf der Erde wurde dieses geistige Eigentum besonders geschützt. Niemand anderes durfte die Idee verwenden und damit Gewinn erzeugen ohne den Halter des geistigen Eigentums zu fragen. Oft führte das alte Copyright dazu, das geistiges Eigentum weggeschlossen wurde um damit andere meist finanzielle Interessen zu wahren. Patente wurden aufgekauft und weggeschlossen.

Für das fortkommen der Menschheit ist ein anderes Copyright angesagt. Dabei soll das geistige Eigentum aber nicht enteignet werden und der Erfinder darf nicht leer ausgehen.

Allgemeine Nutzung von geistigem Eigentum

Meldet ein Erfinder eine Erfindung beim Patentamt an, dann darf jeder diese Erfindung produzieren. Die Gemeinschaft hat aber dafür zu sorgen, das dem Erfinder ein feststehender Anteil der "X" zusteht, die durch die Erfindung erwirtschaftet werden. Die Höhe des Anteils legt die Gemeinschaft nach noch zu bestimmenden Regeln fest. Ich denke da an ein Maß, das so hoch ist, das damit keine enormen Vermögen zustande kommen, Das Maß soll so hoch sein, das einer alleine nicht in der Lage ist den gesamten Luxus für sich abzuschöpfen. Vielleicht kann man auch an eine Einmalzahlung denken, denn der Erfinder hat ja auch nur einmal über die Erfindung nachgedacht und leistet danach nichts mehr.

Gleiches soll auch für Musik, Kino und Theaterstücke usw. gelten. Der Nutzen ist hier zwar schwer zu bestimmen aber Anhand der Verkaufszahlen kann man schon Festlegungen treffen.

Produkte die nicht aus einer Anforderung stammen

Unabhängig von den Anforderungen der Gemeinschaft können Produzenten Luxusgüter der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Für die Luxusgüter darf Werbung gemacht werden und sie können in Konkurrenz zu anderen Luxusgütern stehen.

Werden Luxusgüter der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt, muss sicher gestellt sein, das die Luxusgüter auch absetzbar sind. Die Verantwortung und die Haftung übernimmt der Produzent. Man könnte sich auch vorstellen, das Luxusgüter nur auf Anforderung von Konsumenten produziert werden.

Auch für die Produktion von Luxusgütern werden alle Produktionsmittel dem Produzenten zur Verfügung gestellt. Diese können allerdings von der Gemeinschaft verweigert werden, wenn es der Gemeinschaft Schaden zufügt. Entschieden wird auf demokratischer Basis.

Das Risiko der Absetzbarkeit trägt der Produzent und die an der Produktion beteiligten Fachkräfte. (Wahrscheinlich werden Luxusgüter sowieso im neuen System in gleichberechtigten Produktionsgruppen hergestellt)

Das bedeutet, das Produktionsgemeinschaften erst dann ihre "X" erhalten, wenn das Produkt verkauft ist. Investiert werden muss lediglich die Arbeitskraft aller beteiligten, weil alle Produktionsmittel gestellt werden. Die Produktion wird sofort herabgesetzt, wenn weniger Absetzbarkeit gegeben ist. Die bedingungslose Grundversorgung aller beteiligten ermöglicht diese Vorgehensweise. Sie verhindert Investitionen in Geldform und damit Zinsbelastung. Der erzielte Mindestpreis muss auf jeden Fall höher sein als die eingesetzten "X" an Produktionsmitteln. Wird ein höherer Preis erzielt kann der Überschuss als Gewinn an die Produzenten ausgeschüttet werden.

Maschinenarbeit ist kostenlos für die Gemeinschaft

Weil die Gemeinschaft die Maschinen für die Produktion zur Verfügung gestellt hat ist das Produktionsergebnis der Maschinen kostenlos Man muss nur in die Wartung und die Bedienung der Maschine investieren. Das Ziel der Gemeinschaft sollte es sein so viel wie möglich Maschinenarbeit zu generieren, damit die Menschen Zeit für Muße und andere das Leben verbessernde Dinge bekommt. Ist der Bedarf der Gemeinschaft gedeckt, kann aufgehört werden zu produzieren.

Wachstumszwang

Wachstum ist in keinster Weise für das System erforderlich, weil es kein Zins behaftetes Geld gibt. Wachstum nur dann, wenn die Gemeinschaft wächst oder wenn der Bedarf an Luxus steigt. Hier muss allerdings beachtet werden, das dabei die ökologischen Möglichkeiten des Planeten nicht überschritten werden. Entschieden wird über diesen Wachstum basisdemokratisch. Ebenso kann es ein negatives Wachstum geben, wenn die Gemeinschaft schrumpft. Eine Krise wird es dadurch systembedingt nicht geben.

Besitz und Eigentum

In der Entstehungsgeschichte der Erdbevölkerung hat es erhebliche Verwerfungen und aus heutiger Sicht Ungerechtigkeiten gegeben, die zum Systemversagen auf der Erde geführt haben. Aus dem Grund muss man dringend darüber nachdenken, wie man bestimmte Themen auf dem neuen Planeten behandeln will. Wenn man das neue System auf der Erde einführen will, sollte man darüber nachdenken ob die Fehler von damals zurückgedreht werden sollen oder können.

So kam es auf der Erde dazu, das einige sehr aggressive Zeitgenossen sich meist durch Gewalt oder List bestimmte Rechte eingeräumt haben. Es wurden Stämme gegründet, die gegeneinander um Boden, Nahrung, Energie und Bodenschätze gekämpft haben. Aus dem Grund sollte man auf dem neuen Planeten bestimmte Dinge ausschließen.

Wen gehört der neue Planet

Anfangs haben wir gesagt, das auf den neuen Planeten keine Menschen sind. Das bedeutet aber noch lange nicht, das der Planet automatisch zum Eigentum der Menschen wird, die ihn besiedeln. Das recht der ersten Besiedelung sollte ausgeschlossen werden. Maximal nehmen die Siedler den Planeten in Besitz. Das ist aus rechtlicher Sicht nicht das selbe wie Eigentum. Hier http://www.juramagazin.de/besitz_eigentum eine kleine Abhandlung dazu. Im Netz findet man zum Thema Besitz und Eigentum genügend Informationsquellen.

Für mich stellt sich deswegen die Frage ob ein Siedler jemals Eigentum an einem Planeten erlangen kann, weil es niemanden gibt, der das Eigentum abgibt. Maximal kann er Besitz ergreifen. Hier sind die Rechte allerdings sehr eingeschränkt, denn in Besitz von etwas kann man auch nur kommen, wenn jemand anderes den Besitz abgibt.

Eine weitere Möglichkeit an Besitz zu kommen wird im folgenden beschrieben.

Aus meiner Sicht hat man nur Besitz an etwas, für das man auch gearbeitet hat. Alles andere ist nur geliehen. Und so sollte man den Planeten auch nutzen, als wenn er geliehen wäre.

Leiht man sich von dem Planeten zum Beispiel Rohstoffe und veredelt diese hat man Besitz an dem veredelten Anteil und nicht am gesamten erzeugten Produkt. Aus dem Grund kann es auch für einzelne Personen kein Recht geben sich sogenannte Clames auf Bodenschätze abzustecken. Gleiches gilt auch für Völkerstämme, die sich bilden können. Es dürfen lediglich Nutzungsrechte ergeben.

Eigentum und Besitz an Bodenschätzen sind ausgeschlossen. Diejenigen, die Bodenschätze für die Gemeinschaft nutzbar machen, werden dazu von der Gemeinschaft beauftragt. Jede andere Nutzung außerhalb der Gemeinschaft ist verboten. für die Nutzbarmachung von Bodenschätzen wird der beauftragte mit "X" belohnt. Dabei wird nur die Arbeit belohnt. Für den Wert des Bodenschatzes an sich gibt es keine "X". Die Produktionsmittel werden auch hier durch die Gemeinschaft gestellt. Die nutzbar gemachten Bodenschätze gehören der Gemeinschaft. Sie werden an Produzenten kostenlos zur Verfügung gestellt um daraus Nutzgüter zu erzeugen. Nicht mehr benötigte Bodenschätze die in Produkten gebunden sind werden der Gemeinschaft zurück gegeben wenn die Nutzung geendet ist. Die in den Gütern gespeicherte Arbeit verfällt. Die Gemeinschaft sorgt dafür, das freiwerdende Bodenschätze recycelt werden. Die Recycle-Arbeiten werden durch die Gemeinschaft in Auftrag gegeben und mit "X" belohnt.

Regierung

Wie wir in diesem Aufsatz weiter oben gesehen haben müssen von der Gemeinschaft öfter Entscheidungen getroffen werden. Dazu benötigt es ein Verfahren nach dem Entscheidungen herbeigeführt werden. Auf der Erde hat man in den meisten Ländern dazu eine parlamentarische repräsentative Demokratie eingeführt. Diese parlamentarische Demokratie hatte aber riesige Mängel in der Entscheidungsfindung. Sie gehört abgeschafft bzw. nicht eingeführt.

Entscheidungen müssen basisdemokratisch und für alle transparent sein

Am besten macht man das indem man alle beteiligten abstimmen lässt. Das ist bei größeren Gemeinschaften allerdings sehr langsam und ineffektiv. Aus dem Grund ist eine repräsentative Demokratie zu empfehlen. Durch die Repräsentation darf der Wille des einzelnen aber nicht verloren gehen und Transparenz ebenfalls nicht.

Man könnte das so implementieren, das jeder für sich vertraute bestimmt, die sich in bestimmten Fragen besonders gut auskennen und die sich durch vertrauensvollen Umgang mit den Menschen hervortun.

Je nach Thema kann man seine Stimmrechte an andere Personen abgeben. Diese Personen stimmen dann bei Entscheidungen die die Gemeinschaft betreffen anstelle ihrer Vertrauensgeber ab. Die abgegebene Stimme ist öffentlich und kann von jedem eingesehen werden. Das Stimmrecht kann jederzeit entzogen und jemandem anderen gegeben werden. Die Abgabe der Stimmrechte ist freiwillig. Man kann prinzipiell auch selbst an Abstimmungen direkt teilnehmen. Es sind auch mehrstufige Weitergaben von Stimmrechten denkbar.

Die Infrastruktur mit der die Abstimmungen durchgeführt werden ist manipulationssicher zu gestalten. Die Manipulationssicherheit kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, das es nur namentliche Abstimmungen gibt. Jeder kann anhand von Abstimmungslisten feststellen ob er eine Stimme direkt oder indirekt abgegeben hat. Die nicht verwendeten Stimmen von Nichtwählern ergeben sich daraus automatisch. Jeder kann zu jeder Zeit nachvollziehen, was mit seiner Stimme passiert ist. Das Abstimmungsverhalten der Repräsentanten muss vor der Abstimmung jedem beteiligten klar sein. Dies kann der Repräsentant vor der Abstimmung öffentlich machen. Handelt der Repräsentant grob gegen das was er vor der Abstimmung gesagt hat, kann die Abstimung rückgängig gemacht werden. Dazu benötigt man die Mehrheit derjenigen, die dem Repräsentanten ihre Stimme gegeben haben. Die gesamte Abstimmung muss deswegen nicht neu gemacht werden. Entscheidungen sind demnach jederzeit leicht korrekturfähig.

Prinzipiell kann so ein Verfahren tatsächlich real life leben. Wenn jemand seine Meinung zu einem Thema ändert, dann wirkt sich das direkt und unmittelbar auf die Entscheidungsfindung aus. Ob so ein Vorgehen sinnvoll ist, müsste geprüft werden.

Medien

Die Medien sind dazu da das Volk mit Informationen zu versorgen, die nicht durch Interessengruppen manipuliert wurden. Die Informationen sollen unter anderen Infoquellen als Entscheidungsgrundlage für Abstimmungen dienen. Die Informationen müssen so gestaltet sein, das sich der Medienbetrachter ein möglichst umfassendes Bild von einer Situation machen kann. Alle Meinungen müssen ungefiltert in den Medien vertreten sein.

Außerdem müssen Medien Sendeformate auswählen, die den Menschen weder schaden noch sie manipulieren. Unterhaltung darf nicht dazu dienen bestimmte Bevölkerungsgruppen zu diskriminieren oder sie zu schädigen. Inhalte müssen demokratisch bestimmt werden und nicht durch Interessengruppen.

Werbung darf nicht lügen oder Wahrheiten verzerren. Werbung muss vom Produzenten in Auftrag gegeben und auch bezahlt werden. Die Bezahlung geht anteilmäßig an den Produzenten der Werbung und den Sender.

Über alle Vorgänge in den Medien wacht ein Medienrat aus Vertretern des Volkes. Der Medienrat wird durch Los entschieden und für relativ kurze Zeiträume bestimmt. Mitglieder des Medienrates sollen nie alle gleichzeitig ausgetauscht werden sondern immer wenn einer den Rat verlässt muss ein neuer bestimmt werden. Dies garantiert eine zufällige Mischung und eine konstante Kompetenz des Medienrates. Medienräte werden in einer Schulung darüber informiert auf was sie bei ihren Entscheidungen zu achten haben.

Infosendungen werden von der Gemeinschaft in Auftrag gegeben und ausgeschrieben, wie das bei allen Produkten für den Grundbedarf der Fall ist. Unterhaltungssendungen werden wie Produkte, die nicht aus einer Anforderung stammen behandelt. (siehe weiter oben.)

Bildung

Bildung ist nicht dazu da Menschen zu besseren Hamsterrad Treter zu machen.

Schon Kleinstkinder haben ihr höchstpersönliches Bildungssystem, in dem sie am besten und am effektivsten das lernen, was ihnen am interessantesten erscheint. Ein Bildungssystem darf diese Eigenschaft nicht zerstören indem es Lehrpläne für andere bestimmt. Ein Bildungssystem muss so geschaffen sein, das das autodidaktische lernen ermöglicht und fördert. Mit der Bildung beauftragte müssen die Gabe haben Menschen zu motivieren ihr eigenes Bedürfnis nach Wissen zu entdecken und beizubehalten. Dabei sollen sie Wege aufzeigen können, wie man an Wissen heran kommt. Das macht Wissen viel wertvoller als das aufgezwungene Schulwissen des Erdsystems. Bildung darf nicht aufhören, wenn ein Lernziel erreicht ist, das dem System nutzt.

Mehrere Gemeinschaften können nebeneinander unabhängig existieren.

Mehrere Gemeinschaften die nach dem gleichen Prinzip wirtschaften können nebeneinander unabhängig existieren. Dazu können Anforderungen einer Gemeinschaft durchaus auch von Mitgliedern anderer Gemeinschaften erfüllt werden. Dabei wandern entweder "X" von einer Gemeinschaft in die andere oder die Mitglieder bekommen ein eigenes unabhängiges Konto in der jeweils anderen Gemeinschaft.

Auch können Überschüsse aus einer Gemeinschaft in eine andere fließen, falls es dafür dort eine Ausschreibung gibt. Luxusgüter können auch ohne Anforderung der anderen Gemeinschaft dort angeboten werden. Die "X" die dabei erworben werden müssen immer in der anderen Gemeinschaft eingelöst werden und nicht in der Gemeinschaft in der die Produkte entstanden sind. Hiermit vermeidet man Verzerrungen durch Export- und Import-Überschüsse.

Natürlich können auf diese Wiese auch Rohstoffe von einer Gemeinschaft in die andere transportiert werden. In einer neuen Welt kann dabei allerdings nur der Arbeits- und Transportanteil und nicht etwa der Wert der Rohstoffe als "X" die Gemeinschaft wechseln, da es ja keinen Besitz an Rohstoffen geben kann.

Andere Wirtschaftssysteme können teilnehmen

Und dabei sind wir auch gleich bei der Frage wie man das System der Auswanderer hier auf der Erde - jetzt und gleich implementieren könnte. Eines der Wege ist die direkte Abschaffung des jetzigen Systems und Ersatz durch das neue. Ein anderer Weg ist das beide Systeme eine Weile nebeneinander existieren.

Würde man zum Beispiel auf der Erde lokal Gruppen organisieren, die nach dem neuen System wirtschaften, dann könnte das alte System in folgender Weise eine Wirtschaftsbeziehung mit dem neuen System unterhalten. Dazu müssten den Wirtschaftstreibenden im alten System ebenfalls einen Account für "X" bekommen, der durch Leistungen aufgefüllt wird, die im neuen System abgegeben werden. Die Handelswährung ist also "X" und nicht "$" oder "€". Mit den "X" können sie dann ausschließlich Leistungen aus dem neuen System einlösen.

Überschüsse aus dem neuen System könnten an das alte System abgegeben werden - zum Beispiel im Tausch gegen Rohstoffe. Der Tausch Gegen "$" oder "€" ist ja nichts Wert. Ob das alte System das mit macht sei einmal dahin gestellt. Die wollen ja immer wertloses frisch gedrucktes Papier gegen Reale Produkte eintauschen.

Beitrag:
 
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Zeit: 2012-07-27 10:13:18 Link zum Artikel
Name:

hudy99

Beitrag: Hier können Kommentare abgegeben werden. Konstruktive Anmerkungen werden in das Konzept eingearbeitet. Müll wird entsorgt! Bei bestimmten Schlüsselworten werden Beiträge manchmal automatisch aussortiert. Ich werde diese dann prüfen und online schalten. Ok, ein richtig gutes System sollte man eigentlich auf einem Bierdeckel formulieren können aber das ist mir dann doch nicht gelungen!:-)
Kommentar:


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